R. Tandler, M. Wagner
Zusammenfassung
Die korrekte Ermittlung von Abflüssen aus Niederschlägen gewinnt angesichts des Klimawandels besonders im Hinblick auf den Hochwasser- bzw. Überflutungsschutz immer mehr an Bedeutung. Es existiert eine Vielzahl von Methoden zur Niederschlags-Abfluss-Berechnung. Zeitsymmetrische Berechnungsansätze dängen zunehmend in den Vordergrund. Diese sind jedoch in vielerlei Hinsicht zu aufwändig, komplette städtische Mischwassernetze überdeckend zu modellieren und werden deshalb hauptsächlich nur dort eingesetzt, wo gewisse Schwachstellen bekannt sind. Deshalb werden lokale Zuflussgebiete nach wie vor in herkömmlicher Weise hydrologisch zeitasymmetrisch betrachtet. Dabei wird dem lokalen Abflussgeschehen kleinräumig im Wesentlichen Rückstaufreiheit unterstellt, so dass die gängigen hydrologischen zeitasymmetrischen Abflussmodelle als Ausgangsgröße zu einem zeitsymmetrischen Simulationsverfahren eine ausreichende Genauigkeit aufweisen. Allerdings weisen die gängigen hydrologischen zeitasymmetrischen Berechnungsverfahren physikalische Ungereimtheiten auf. Deshalb wird hier ein neues Verfahren vorgestellt, das den physikalischen Gegebenheiten besonders im Vorfeld von hydrodynamischen Kontinuum Simulationen besser gerecht wird.
