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Überflutungsnachweis - Gitternetzmethode (2. Detaillierungsebene)

Dabei wird für die betroffenen Bereiche ein 1D/2D-Modell aufgebaut, welches detailliertere und weitergreifende Aussagen zum Verhalten des Wassers auf der Oberfläche erlaubt, aber auch einen höheren Modellbildungsaufwand mit sich bringt. Dieses Verfahren wird sowohl zur Identifikation kritischer Bereiche als auch im Rahmen der örtlichen Überflutungsprüfung eingesetzt.

Überflutungsnachweis
Gitternetzmethode zur detaillierten Verfolgung der Fließwege auf der Oberfläche

Zur Verfeinerung des Berechnungsergebnisses werden in dieser Detaillierungsstufe zusätzlich zum Kanalnetz die detaillierten Oberflächenstrukturen berücksichtigt. Die Modellierung dieser erfolgt durch ein Netz von Dreiecken, welches aus einer Menge von 3-dimensionalen Vermessungspunkten generiert wird. Die hierfür notwendige hohe Punktdichte kann heute mit hinreichender Genauigkeit durch Daten aus Laserscanbefliegungen erzielt werden, welche mit Punktdichten von 1 bis 4 Punkten pro m2 verfügbar sind. Die Straßenprofile ergeben sich direkt aus dem Oberflächenmodell und müssen nicht separat – wie in der Straßenprofilmethode – modelliert werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass scharfkantige, linienförmige Objekte wie z. B. Bordsteinkanten nicht durch die Laserscandaten abgebildet werden. Diese, für den Oberflächenabfluss, entscheidenden Objekte (im weiteren Verlauf als Bruchkanten bezeichnet) können auf einfache, automatisierte Weise oder auch individuell durch Digitalisieren in das Modell aufgenommen werden. Als Grundlage hierfür bieten sich Straßen- und Flurkarten an.

Auf Basis dieser Berechnung kann dann eine Bewertung der Überflutungssicherheit und eine erste Risikobetrachtung angestellt werden. Ferner können Alternativgestaltungen und Anpassungsmaßnahmen im Kanal oder/und Oberfläche untersucht werden und die Auswirkung auf das Überflutungsverhalten überprüft werden.