Gebietsniederschlag
++SYSTEMS - Niederschlag auf dem Projektgebiet:
Datenverwaltung:
Pro Projekt können beliebig viele kontinuierliche Niederschlagszeitreihen eingelesen und verwaltet werden. Jede solche Zeitreihe repräsentiert eine punktförmige Station im Projektgebiet, ein Zeitintervall von zumeist mehreren Messjahren und ggf. Ausfallzeiten zwischendrin.
Die Stationen können zu einem Gebietsniederschlag zusammengefasst werden. Sie werden über eine einzugebende Trennzeit so voneinander getrennt, dass eine Folge von Gebietsregenereignissen entsteht, die allesamt einer gemeinsamen Trockenperiode folgen, deren Länge die Trennzeit überschreitet, jedoch innerhalb des Ereignisses nur gemeinsame Trockenperioden haben, die allesamt kürzer sind als diese vorgegebene Trennzeit. Diese Trennzeit sollte für das Projektgebiet so ausreichend lange gewählt werden, dass die so entstandenen Gebietsregenereignisse in Bezug auf das zugrundeliegende Kanalnetz in seinem Einzugsgebiet als unabhängig voneinander angesehen werden können. Das bedeutet dass jeder Regen zu Beginn das Kanalnetz in seinem Trockenwetterzustand antrifft.
Eine zu lange Trennzeit hat im Gegensatz zu einer zu kurz gewählten keinen negativen Auswirkungen auf das Berechnungsergebnis. KANAL++ DYNA überprüft dies jedoch im Verlauf der Berechnungen. Der Vorteil einer ausreichenden Trennzeit besteht darüber hinaus in der Möglichkeit der Bildung von Regenserien, die aufgrund der Unabhängigkeit der Ereignisse zueinander in Bezug auf das Entlastungs- bzw. Überflutungsverhalten als total äquivalent zum Kontinuum angesehen werden können.
++SYSTEMS erlaubt nun über die Kontinuumsimulation hinaus folgende Auswertungen zu fahren:
- Jahres-, Monats-, und Tageszeitliche Auswertungen
- Extremwertstatistik unter Ansatz verschiedener Verteilungsfunktionen
- Erstellen einer Niederschlagsverteilung aller Niederschläge über deren Dauern und Intensitäten sowie einer Verteilung der Trockenperioden
- Ausfiltern der größten Niederschläge, Analyse von deren Intensitätsverläufen und Bildung von Modellregen
- Überlaufdaten von Regenrückhaltebecken, Entlastungscharakteristik sowie Dimensionierung von Regenrückhaltebecken
Dies sowohl für jede Messstation einzeln als auch für alle Stationen zusammen.
++SYSTEMS bietet zwei Methoden an, um den Gebietsniederschlag individuell für jede Entwässerungsfläche zu berechnen. Zum einen die Thiessen-Polygon-Methode, die die Fläche mit dem Niederschlag der nächstgelegenen Station beregnet, zum anderen die Rastermethode, die jede Fläche mit einem gewichteten Gebietsniederschlag beregnet, in dem die Gewichte entsprechend dem Abstandsquadrat der jeweiligen Station von der Fläche gebildet werden. Die Summe der Gewichte ist dabei immer Eins. Jede der obengenannten Auswertungen kann auch mit einem solchen Niederschlag durchgeführt werden.