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Helmholtz Zentrum München

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"Modelling of radionuclides deposition in urban environments after contamination due to nuclear power plants accidents and terrorist attacks"

Modellierung des Transportes von Radionukliden im städtischen Abwasser

Auf Stadtflächen werden deponierte radioaktive Teilchen nach starken Regenfällen oder bei der Schneeschmelze in das Abwasser ausgewaschen. Falls sie von großen Einzugsgebieten eingesammelt werden, können sie möglicherweise Kläranlagen in recht hohen Konzentrationen erreichen. Solche Anlage können außer Betrieb gesetzt werden, falls Grenzwerte der Ortsdosisleistung für das Bedienungspersonal überschritten werden. Zur Abschätzung der potenziellen Exposition in Auslaufbauwerken des städtischen Abwassers wurde eine radiologische Komponente in das kommerzielle Simulationsmodell KANAL++ implementiert. Mit Karten der Oberflächenkontamination als Anfangsbedingungen wird die Auswaschung von Radionukliden mit Hilfe von Mitnahmekoeffizienten berechnet. Der Transport durch das Rohrsystem wird mit ein-dimensionalen St- Venant-Gleichungen berechnet. An bestimmten Entlastungspunkten, z.B. Kläranlagen wird die Aktivitätskonzentration der Radionuklide benutzt, um die externe Dosis mit geeigneten Konversionsfaktoren zu berechnen. Für Cäsium ist die Dosis meist vernachlässigbar, weil der Auswaschungsprozess sehr ineffizient ist. Für mobilere Nuklide können sich höhere Dosen ergeben.

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